23. November 2021

Platin der Newcomer.

Platin ist ein echter „Newcomer“ - erst seit etwas über hundert Jahren wird es tatsächlich zu Schmuck verarbeitet.

Zwar gibt es Funde aus Ägypten und Südamerika die zeigen das Platin schon lange bekannt ist, aber aufgrund des hohen Schmelzpunktes konnte es nie richtig verarbeitet werden. Es wurde in seinen Urzustand geschmiedet und mit anderen Metallen zusammen verarbeitet.

Durch die Spanier die das Platin bei den Azteken kennen gelernt haben, kam es erstmals in größeren Mengen nach Europa, wobei die Spanier es abfällig als „Silberchen“ (Platina) bezeichnet haben, da sie mit dem raren Metall, das nicht zu verarbeiten war, einfach nichts anfangen konnten.

Naja, bis auf einige Schlitzohren, die Gold-Münzen mit vergoldeten Platin-Münzen fälschten - heute eher eine belustigende Vorstellung.

Eine Zeit lang wurde sogar überlegt, alles Platin im Atlantik zu versenken, um diesen Betrügereien ein Ende zu machen!

Da würden sich heute sicher einige Taucher auf den Weg machen! So verschwand aber das Platin lange aus dem Bewusstsein.

Bis neue Methoden bei der Verarbeitung Ende des 19.Jhd. dazu führten, dass man Platin endlich verarbeiten konnte.

Platin ist ein seltenes Metall mit sehr vielen interessanten Eigenschaften:

  • es ist antiallergen.
  • es hat eine sehr hohe Dichte, ist also sehr schwer.
  • es hat eine relativ hohe Härte, wobei man hier unbedingt die Härte nach Brinell und nach Mohs unterscheiden muss, da oft fälschlicherweise ein Eindruck von „Unzerstörbarkeit“ des Platins entsteht.
  • es hat eine hohe Widerstandskraft gegen chemische Einflüsse.
  • Die Seltenheit des Platins, die Tatsache das es sehr aufwendig zu verarbeiten ist und die hohe Dichte (ein Schmuckstück in Platin ist deutlich schwerer als z.B. in Gold) führt dazu das Platinschmuck relativ kostspielig ist.
  • Platin wird mit 950/- Anteilen zusammen mit Kupfer und Palladium legiert.
  • Härte nach Vickers: ca. 100-185

Platin - Fakten

  • Chem.: Pt (Platinum)
  • Dichte: 21,45/cm3
  • Schmelzpunkt: 1774°C

Besonderheiten:

  • sehr zäh
  • Katalysator (verbessert chem.Reaktion ohne selbst verbraucht zu werden)
  • schlechter Wärmeleiter
  • Platin gehört zusammen mit Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium und Osmium zur Gruppe der Platinmetalle.

Zur Herkunft des von uns verwendeten Platins erfahren Sie mehr in der Rubrik Umwelt

Arntz – verantwortungsvoll und nachhaltig

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Der Umwelt zuliebe fertigen wir unsere Schmuckstücke aus recyceltem Edelmetall. Wir verwenden Edelsteine aus verantwortungsvollen Quellen.

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Wir verwenden keine normalerweise Allergie-auslösende oder gesundheitsschädliche Zusätze.

Wir legieren unsere Metalle selbst – so wissen wir immer genau, was drin ist!

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